MAXI
18.01.2006, 21:59
Carbonoberflächen Workshop
Vorbemerkung:
Letztens habe ich mir bei MINI in München ein original JCW Carbon Einsatz für mein Lenkrad zum Preis von 58 Euro gekauft.
Das ganz war nichts weiter als ein Stück Plastik mit einer hauchdünnen Folie bezogen und mit Klarlack versiegelt. Das ganze Set ( 3 Teile) für das Cockpit kosten 990 Euro!!
Daraufhin habe ich mich mal ans Recherchieren gemacht. Dabei ist herausgekommen, das dies in einem sogenannten Wasserdrucktranferverfahren gemacht wird. Dabei wird auf dem Werkstück eine Nanometer dicke Schicht aufgebracht und mittels Aktivator verbunden.
Durch die freundliche Unterstützung von Herrn Neujahr ( Lackierermeister) der Fa. Lackbörse habe ich dann einen Workshop mit diesem Verfahren veranstaltet.
Dabei konnten wir feststellen, das dieses Verfahren doch einiges an Übung und Geschick erfordert. Eine ausführliche Darstellung ist hier einfach zu umfangreich.
Folgende Schritte sind dabei notwendig:
Das zu veredelnde Teil muss zunächst gründlich entfettet werden.
Danach kommt eine Sicht Grundierung ( schwarz oder transparent) drauf.
Der Film wird entsprechen zugeschnitten und an den Seiten fixiert ( Um Aufrollen zu vermeiden).
Danach wird der Film absolut Plan auf eine Wasseroberfläche gelegt und weicht 3 Minuten ein.
Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, das keine Luftblassen entstehen und das Wasser ruhig ist. Die Wassertemperatur beträgt 29 bis 30 Grad Celsius. Die Wassertiefe sollte mindesten 50 cm betragen. Die Trägersicht weicht auf und es schwimmt nur noch der hauchdünne Film auf dem Wasser. Mittels des Aktivators wird die Oberfläche für den Transfer vorbereitet. Der Film dehnt sich aus. Nun hat man max 30 Sekunden Zeit, das Werkstück langsam und gleichmässig in das Wasserbad zu tauchen ( ÜBEN ÜBEN ÜBEN). Das Werkstück wird im Wasser um 180 Grad gedreht und kommt anschliessend 2 Minuten zu „vortrocknen“.
Dann muss dass Teil noch ca. 5 Minuten mit klarem Wasser ( 30 Grad) gespült werden.
Nach dem Durchtrocknen geht’s an Lackieren. Optimale Ergebnisse erzielt man mittel 3 Schichten Klarlack und einer Trockenkabine von mindesten 65 Grad. Mit der Spraydose geht es auch, aber der 3 D Effekt und der Glanz sind entsprechend geringer ( Bilder). Über die Kunst des Lackieren will ich mich nicht auslassen. Nur soviel, dies ist für den Effekt entscheidend.
Vorläufiges Fazit:
Diese Verfahren wird auch industriell eingesetzt und ist ein exzellente Möglichkeit Carbon, Effektlacke, Bilder u.ä. auf Werkstücke ( gebogen) zu bekommen. Es erfordert eine Menge Übung und Geschick sowie passendes Werkzeug ( Tauchbecken, Lackpistole, Offen) für beste Ergebnisse. Im Heimgebrauch muss man jedoch mit Abstrichen rechnen.
Der eigene Anspruch ist hier das Maß aller Dinge. Für gut 100 Euro bekommt man ein ganzes Cockpit im Carbonlook, das vom Echten fast nicht zu unterscheiden ist – abzüglich natürlich die Fehlversuche und die Zeit.
Bild 1 Rohling auf Film
Bild 2 Nach dem Tauchen
Bild 3 unlackiert auf grauen Untergrund
Bild 4 Fehlversuch mit Löchern
Bild 5 1x Spraydosenlackiert
Vorbemerkung:
Letztens habe ich mir bei MINI in München ein original JCW Carbon Einsatz für mein Lenkrad zum Preis von 58 Euro gekauft.
Das ganz war nichts weiter als ein Stück Plastik mit einer hauchdünnen Folie bezogen und mit Klarlack versiegelt. Das ganze Set ( 3 Teile) für das Cockpit kosten 990 Euro!!
Daraufhin habe ich mich mal ans Recherchieren gemacht. Dabei ist herausgekommen, das dies in einem sogenannten Wasserdrucktranferverfahren gemacht wird. Dabei wird auf dem Werkstück eine Nanometer dicke Schicht aufgebracht und mittels Aktivator verbunden.
Durch die freundliche Unterstützung von Herrn Neujahr ( Lackierermeister) der Fa. Lackbörse habe ich dann einen Workshop mit diesem Verfahren veranstaltet.
Dabei konnten wir feststellen, das dieses Verfahren doch einiges an Übung und Geschick erfordert. Eine ausführliche Darstellung ist hier einfach zu umfangreich.
Folgende Schritte sind dabei notwendig:
Das zu veredelnde Teil muss zunächst gründlich entfettet werden.
Danach kommt eine Sicht Grundierung ( schwarz oder transparent) drauf.
Der Film wird entsprechen zugeschnitten und an den Seiten fixiert ( Um Aufrollen zu vermeiden).
Danach wird der Film absolut Plan auf eine Wasseroberfläche gelegt und weicht 3 Minuten ein.
Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, das keine Luftblassen entstehen und das Wasser ruhig ist. Die Wassertemperatur beträgt 29 bis 30 Grad Celsius. Die Wassertiefe sollte mindesten 50 cm betragen. Die Trägersicht weicht auf und es schwimmt nur noch der hauchdünne Film auf dem Wasser. Mittels des Aktivators wird die Oberfläche für den Transfer vorbereitet. Der Film dehnt sich aus. Nun hat man max 30 Sekunden Zeit, das Werkstück langsam und gleichmässig in das Wasserbad zu tauchen ( ÜBEN ÜBEN ÜBEN). Das Werkstück wird im Wasser um 180 Grad gedreht und kommt anschliessend 2 Minuten zu „vortrocknen“.
Dann muss dass Teil noch ca. 5 Minuten mit klarem Wasser ( 30 Grad) gespült werden.
Nach dem Durchtrocknen geht’s an Lackieren. Optimale Ergebnisse erzielt man mittel 3 Schichten Klarlack und einer Trockenkabine von mindesten 65 Grad. Mit der Spraydose geht es auch, aber der 3 D Effekt und der Glanz sind entsprechend geringer ( Bilder). Über die Kunst des Lackieren will ich mich nicht auslassen. Nur soviel, dies ist für den Effekt entscheidend.
Vorläufiges Fazit:
Diese Verfahren wird auch industriell eingesetzt und ist ein exzellente Möglichkeit Carbon, Effektlacke, Bilder u.ä. auf Werkstücke ( gebogen) zu bekommen. Es erfordert eine Menge Übung und Geschick sowie passendes Werkzeug ( Tauchbecken, Lackpistole, Offen) für beste Ergebnisse. Im Heimgebrauch muss man jedoch mit Abstrichen rechnen.
Der eigene Anspruch ist hier das Maß aller Dinge. Für gut 100 Euro bekommt man ein ganzes Cockpit im Carbonlook, das vom Echten fast nicht zu unterscheiden ist – abzüglich natürlich die Fehlversuche und die Zeit.
Bild 1 Rohling auf Film
Bild 2 Nach dem Tauchen
Bild 3 unlackiert auf grauen Untergrund
Bild 4 Fehlversuch mit Löchern
Bild 5 1x Spraydosenlackiert