Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autogas im Cooper R56 ?
Hallo Mini-Fahrer, :-)
mein Volvo ist jetzt schon über 5 Jahre alt, hat 140.000km runter, davon 100.000km mit LPG.
Ich mache mir derzeit Gedanken über einen Nachfolger: Mini Cooper (fahre zwar 25-30.000km p.a. (90% Landstraße 10% Stadt, 0% Autobahn) aber zu 99% allein und ohne Gepäck - da reicht auch ein Mini denke ich mal)
Vielleicht kann mir ja einer von Euch bei meinen Fragen helfen:
1. wie Gasfest sind Ventile und Ventilsitzringe?
2. ist Platz für einen Verdampfer und Steuergerät im Motorraum?
3. Tank: es gibt für den Mini ein Ersatzrad (bestimmt nur ein Notrad). Wo ist das Untergebracht? In einer Reserveradmulde? Kann man da einen Tank unterbringen?
Gibt es Mini-Händler, die sogar umrüsten?
Ein Direkteinspritzer ist der Motor ja nicht, oder?
Wie macht sich ein Mini allgemein bei 30.000km p.a. für den Rücken? Plane Sportsitze, 17" ohne RFT, ohne Sportfahrwerk
Danke erstmal für die Infos...
Eric
Blutstoff
21.11.2007, 15:20
Kauf dir eine Anlage mit Flüssiggaseinspritzung, z.B eine von ICOM, nicht so nen Verdampferding. Dann brauchst du dir auch keine Sorgen über verschmorte Ventile und Ventilsitze zu machen, da eine Flüssiggaseinspritzung eine kühlenden Wirkung im Brennraum hat. Zusätzlich bekommst du dadurch auch noch etwas mehr Leistung und der Motor wird spritziger.
Hi Blutstoff,
sorry wenn ich das so sagen muss, aber das ist falsch. Es ist ein Gerücht, dass sich hartnäckig hält.
Es ist erstmal so, dass flüssiges Gas nach der Gasphase strebt. Dazu entzieht es seiner Umgebung Wärme. Wenn es Motorschäden gibt, dann fast immer im Bereich der Auslassventile. Problem ist, dass das Gas heißer und trockener verbrennt. Ob es vor der Explosion mal gasförmig oder flüssig war, spiel dabei keine Rolle, auch nicht für die Verbrennungstemperatur. Es gibt auch Ventilschäden bei Vialle und ICOM. Ob ein Motor gasfest oder nicht, hängt einzig ud allein an Ventilen und Ventilsitzen.
Außerdem hab ich grade gehört, dass der aktuelle Motor doch ein Direkteinspitzer, analog den FSI-Motoren von VW und Audi ist. Damit hat sich das Thema schon erledigt :(
Grüße,
Eric
Blutstoff
21.11.2007, 16:02
Hi Blutstoff,
sorry wenn ich das so sagen muss, aber das ist falsch. Es ist ein Gerücht, dass sich hartnäckig hält.
Es ist erstmal so, dass flüssiges Gas nach der Gasphase strebt. Dazu entzieht es seiner Umgebung Wärme. Wenn es Motorschäden gibt, dann fast immer im Bereich der Auslassventile. Problem ist, dass das Gas heißer und trockener verbrennt. Ob es vor der Explosion mal gasförmig oder flüssig war, spiel dabei keine Rolle, auch nicht für die Verbrennungstemperatur. Es gibt auch Ventilschäden bei Vialle und ICOM. Ob ein Motor gasfest oder nicht, hängt einzig ud allein an Ventilen und Ventilsitzen.
Außerdem hab ich grade gehört, dass der aktuelle Motor doch ein Direkteinspitzer, analog den FSI-Motoren von VW und Audi ist. Damit hat sich das Thema schon erledigt :(
Grüße,
Eric
Kein Grücht, sondern Fakt, da muss ich dir leider widersprechen. Fahre aktuell einen R32 mit Flüssigaseinspritzung. Da bei VR6-Motoren, bedingt durch den engen Zylinderwinkel, bekanntermaßen thermische Probleme auftreten können, musste ich sogar zur Icom greifen, da eine Verdampferanlage meine Ventile stark belastet hätte. Abhilfe hätten hier nur verstärkte Ventile und Ventilsitze gebracht. Klar verbrennt das Gas heißer, bedingt durch eine höhere Oktanzahl gegenüber Super-Benzin. Jedoch werden die Ventile bei jedem Arbeitstakt gekühlt, was bei einer Verdapferanlage nicht der Fall ist. Daher, höhere Verbrennungstemperatur - ja, Mehrbelastung für die Venteile -nein!
Bei FSI-Motoren und anderen Direkteinspritzern habe ich bisher mit Icom-Anlagen noch keine Klagen gehört. Mir ist aber bakannt, dass es in diesem Zusammenhang zumindest mit Verdampferanlagen Probleme gegeben haben soll.
Da bei VR6-Motoren, bedingt durch den engen Zylinderwinkel, bekanntermaßen thermische Probleme auftreten können, musste ich sogar zur Icom greifen,
ein Zylinderwinkel hat erstmal nichts mit thermischen Problemen zu tun. Die Abführung der durch die Verbrennung entstehenden Wärme erfolgt zum größten Teil durch das Kühlwasser, gefolgt vom Motoröl. Ob ein Motor thermisch empfindlich ist, hängt also zu 95% von der Dimensionierung des Kühlkreislaufs ab (Durchflussgeschwindigkeit Kühlwasser und damit Leistung der WaPu, Querschnitte der Wasserbohrungen und Schläuche, Effektivität des Kühlers usw.) Nur ein sehr kleiner Teil der Motorabwärme wird über das Motorgehäuse mit der Umgebungsluft getauscht. Wenn es so ist, dass der Motor thermische Probleme hat, dann liegts am Kühlkreislauf, evtl. ungünstiger Konstruktion Bohrungen oder falsche Dimensionierung (oder alles ohne Reserve), aber weniger am Zylinderwinkel.
Klar verbrennt das Gas heißer, bedingt durch eine höhere Oktanzahl gegenüber Super-Benzin.
die Oktanzahl hat nichts mit er Verbrennungstemperatur zu tun. Die Oktanzahl gibt die Klopffestigkeit an = Zusammenhang zwischen Komprimierungsdruck des Benzin-Luft-Gemisches und der Gefahr der Selbstentzündung. (Komprimierte Luft erhitzt sich mit zunehmenden Druck, kennt man auch vom "Luftpumpentest")
Jedoch werden die Ventile bei jedem Arbeitstakt gekühlt, was bei einer Verdapferanlage nicht der Fall ist. Daher, höhere Verbrennungstemperatur - ja, Mehrbelastung für die Venteile -nein!
die Kühlung bzw. Wärmeabgabe der Ventile erfolgt über die Ventilsitzringe. Das ist auch der Grund, warum bei empfindlichen Motoren Flash-Lube empfohlen wird. Es wird gern mal behauptet, das FL kühlt und schmiert, das ist falsch. Es sorgt dafür, dass
1. die Kontaktfläche Ventil<->Ventilsitzring sauber bleiben, so dass sich keine groben Ablagerungen bilden, die das berühren der Flächen behindern. Dann kommts nämlich zu keiner Wärmeabfuhr und damit zu Ventilschäden (Verbrennen der Ventile durch nicht vollständiges Schließen beim Explodieren des Gas-Luft-Gemisches)
2. ergibt das Verbrennungsprodukt von FL eine "Asche"schicht, die sich auf Ventilsitz und Ventil legt und dort partielle Mikroverschweißungen (wegen der höheren Verbrennungstemperatur bei LPG, aber auch CNG) verhindert, die zu Materialausrissen fuhren könnten
Bei FSI-Motoren und anderen Direkteinspritzern habe ich bisher mit Icom-Anlagen noch keine Klagen gehört. Mir ist aber bakannt, dass es in diesem Zusammenhang zumindest mit Verdampferanlagen Probleme gegeben haben soll.
jetzt kommts: weder ICOM noch Vialle nutzen bei den FSI-Motoren die Benzineinspritzdüsen. Auch bei diesen flüssig einspritzenden Anlagen geht der (Um-)Weg über den Ansaugkrümmer. Nimm mal bei deinem Motor die Abdeckung ab und guck mal nach. Weder hat dein Gaseinbauer die Originalen Benzineinspritzdüsen genutzt, noch hat er den Zylinderkopf angebohrt und seperate Gaseinspritzdüsen verwendet. Die Dimensionierung der Benzineinspritzdüse ist dafür auch garnicht geeignet. Was glaubst Du, warum es totz intensiver Forschung & Entwicklung noch keine serienreife Lösung für FSI-Motoren gibt, wenn es so einfach wäre wie von dir beschrieben? Ich weiß, dass es Versuchsfahrzeuge von VIALLE mit FSI-Technik gibt (VAG-Fahrzeuge), Serienreife wird für Anfang 2008 erwartet (Info lt. Hr. Rutten von VIALLE Deutschland)
Eine Sonderstellung für FSI-Motoren nimmt die Anlage der Fa. VOLTRAN ein (Modell IGS). Diese spritzt auch flüssiges Gas über die Ansaugkrümmer ein UND parallel dazu IMMER eine kleinere Menge an Benzin über die Benzineinspritzdüsen. Dieses Verhältnis ist in gewissen Grenzen vom Einbauer regelbar, jedoch muss immer ein Mindestprozentsatz Benzin eingespritzt werden, da sonst die FSI-Düsen auf Grund der fehlenden Kühlung Schaden nehmen. Hat der Einbauer Probleme mit der Gasanlage, regelt er einfach das Benzinverhältnis hoch. Die Amortisation verlängert sich dementsprechedn natürlich und den Sinn einer Gasanalge verfehlt das ganze natürlich auch.
Die Vorteile der ICOM und VIALLE LPI beschränken sich darauf, dass sie keinen Verdampfer und keine Gasfilter brauchen, die natürlich im Motorraum Platz wegnehmen. Ich habe zwar den Motorraum vom R32 noch nie gesehen, kann mir aber vorstellen, dass es da recht eng zugeht. Nachteil der flüssigeinspritzenden Anlagen ist, dass sie eine separate Pumpe im Tank brauchen, die Platz wegnimmt und das nutzbare Tankvolumen verkleinert.
Aber nochmal: eine flüssig einspritzende Anlage verhindert keine Motorschäden und sie hat auch keinen signifikanten Einfluss auf die Verbrennungstemperatur.
Ich finde es sehr schade, dass sich das Thema LPG & Mini Cooper damit erledigt hat. Der Cooper S und der Mini One haben auch FSI-Technik?
Grüße,
Eric
Blutstoff
21.11.2007, 19:14
ein Zylinderwinkel hat erstmal nichts mit thermischen Problemen zu tun. Die Abführung der durch die Verbrennung entstehenden Wärme erfolgt zum größten Teil durch das Kühlwasser, gefolgt vom Motoröl. Ob ein Motor thermisch empfindlich ist, hängt also zu 95% von der Dimensionierung des Kühlkreislaufs ab (Durchflussgeschwindigkeit Kühlwasser und damit Leistung der WaPu, Querschnitte der Wasserbohrungen und Schläuche, Effektivität des Kühlers usw.) Nur ein sehr kleiner Teil der Motorabwärme wird über das Motorgehäuse mit der Umgebungsluft getauscht. Wenn es so ist, dass der Motor thermische Probleme hat, dann liegts am Kühlkreislauf, evtl. ungünstiger Konstruktion Bohrungen oder falsche Dimensionierung (oder alles ohne Reserve), aber weniger am Zylinderwinkel.
Der VR6 Motor ist sehr kompakt, was durch einen engeren Zylinderwinkel erreicht wurde. Thermische Probleme, die daraus resultieren, sind bereits seit dem Golf III VR6 bekannt und bis heute aktuell. Auch der W8 und der W12 haben/hatten dieses Problem. Zu behaupten, es läge in erster Linie an dem Kühlkreislauf ist schlich weg falsch. Mit dem Kühlkreislauf hat das sehr wenig bis gar nichts zu tun. Wie dem auch sei, hat mit dem Thema hier im Grunde nichts zu tun.
die Oktanzahl hat nichts mit er Verbrennungstemperatur zu tun. Die Oktanzahl gibt die Klopffestigkeit an = Zusammenhang zwischen Komprimierungsdruck des Benzin-Luft-Gemisches und der Gefahr der Selbstentzündung. (Komprimierte Luft erhitzt sich mit zunehmenden Druck, kennt man auch vom "Luftpumpentest")
Stimmt. Hab's durcheinandergebracht. Deine Erklärung ist natürlich richtig.
jetzt kommts: weder ICOM noch Vialle nutzen bei den FSI-Motoren die Benzineinspritzdüsen. Auch bei diesen flüssig einspritzenden Anlagen geht der (Um-)Weg über den Ansaugkrümmer. Nimm mal bei deinem Motor die Abdeckung ab und guck mal nach. Weder hat dein Gaseinbauer die Originalen Benzineinspritzdüsen genutzt, noch hat er den Zylinderkopf angebohrt und seperate Gaseinspritzdüsen verwendet. Die Dimensionierung der Benzineinspritzdüse ist dafür auch garnicht geeignet. Was glaubst Du, warum es totz intensiver Forschung & Entwicklung noch keine serienreife Lösung für FSI-Motoren gibt, wenn es so einfach wäre wie von dir beschrieben?
Also ersteinmal fahre ich keinen FSI-Motor und was habe ich genau bei diesem beschrieben? Wie eine Flüssiggaseinspritzung beim FSI realisiert wird, kann ich nicht beantworten. Ich kann aber sagen, dass in meinem Fall das Flüssiggas über Einspritzdüsen in den Brennraum gepumpt wird und nicht den Weg des Anzaugkrümmers nimmt, wie von dir beschrieben.
Die Vorteile der ICOM und VIALLE LPI beschränken sich darauf, dass sie keinen Verdampfer und keine Gasfilter brauchen, die natürlich im Motorraum Platz wegnehmen. Ich habe zwar den Motorraum vom R32 noch nie gesehen, kann mir aber vorstellen, dass es da recht eng zugeht. Nachteil der flüssigeinspritzenden Anlagen ist, dass sie eine separate Pumpe im Tank brauchen, die Platz wegnimmt und das nutzbare Tankvolumen verkleinert.
Das die Punpe bei mir im Tank sitzt kann ich verschmerzen. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass durch die Flüssigeinspritzung auch der Wirkungsgrad erhöht wird, was dadurch zu Mehrleistung und geringerem Verbrauch führt.
Die Verbrennungtemperatur ist gegenüber einer Verdampferanlange sehr wohl niedriger, da das Gas erst beim Verbrennen vollständig expandiert. Weitere Vorteile, die mir aufgefallen sind, wären ein ruhigerer Lauf des Motors sowie eine verbesserte Volllastfähigkeit. Ich habe im Sommer nun mehr nicht das Problem, dass die Motorsteuerung bei hohen Temperaturen die Leistung zurücknehmen muss. Und ich sage es gern nochmal, eine Verdampferanlage im R32 wird kein seriöser Gasumrüster einbauen, da bekannt ist, dass bei diesen Anlagen in Verbindung mit dem VR6 die Ventile schnell schlapp machen.
Aber nochmal: eine flüssig einspritzende Anlage verhindert keine Motorschäden und sie hat auch keinen signifikanten Einfluss auf die Verbrennungstemperatur.
Das habe ich in diesem Zusammenhang auch nicht behauptet. Natürlich verhindert die Anlage keine Motorschäden, jedoch werden durch sie auch keine verursacht (Einzelfälle mal außer Acht gelassen). Das die Verbrennungstemperaturen gegenüber einer Verdampferanlage nicht sinken sollen, lässt sich aus deiner Argumentation heraus nicht eindeutig klären. Meiner Erfahrung nach kann ich aber sagen, dass die Flüssigasanlage für mich nur Vorteile gebracht hat.
BingsDeny
22.11.2007, 07:36
Aber der gute alte Chrysler Motor aus den Modellen pre R56 sollte für deine "gasige" Zukunft doch der richtige sein? Oder irre ich mich da (bin da bis jetzt eher der Amateur)
Zumal es doch bei einem Neuwagen extrem schade um die Garantie wäre. Denn mit nem Gasumbau wirst du wahrscheinlich auf keine der Motor / Getriebe Komponenten mehr Garantie bekommen...
zipfelschwein
02.07.2008, 06:16
Also ich habe einen R56 und Dieser ist seit 4 Wochen umgebaut auf LPG!
Ich habe eine Frontgas-Anlage verbaut. Übrigens eine Verdampfer-Anlage.
Das Ganze läuft bis jetzt (fast) ohne Probleme.
Ein Problem gab es beim Einbau mit dem Gaspedal. Beim R56 (mit Sport-Button) kommt ein elektronisches Signal direkt vom Gaspedal. Dieses Signal muss wohl der Steuerung auch irgendwie zugeführt werden. Aber das hat mein Gas-Umrüster zusammen mit dem Hersteller Frontgas innerhalb eines Tages gelöst.
Hallo Zipfelschwein,
hast Du mal Bilder der Gasanlage, besonders interessiert mich der Tank
Danke & Grüße,
zipfelschwein
28.07.2008, 09:52
na logo!!
gugst Du hier:
http://www.gerryswelt.com
prima, danke!
(jetzt weiß ich auch, dass Du actimel76 bist :lol: )
-G-rüße
BUMMMM
zipfelschwein
28.07.2008, 21:02
ohhh....
das sollte doch soooo geheim bleiben :achtung_ironie::cheer:
Gibt es denn auch andere Möglichkeiten den Gastank beim Mini unterzubringen? Ich möchte ungern den ohnehin kleinen Kofferraum für einen Tank nutzen
toterschuh
03.09.2008, 19:48
Ist der R56 denn nun ein FSI (Direkteinspritzer)??
Klein Wutschel
03.09.2008, 22:33
Ist der R56 denn nun ein FSI (Direkteinspritzer)??
Nur S + aufwärts :wink:
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